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Bau eines Biomeilers zur Beheizung eines Gewächshauses

Nachdem die Idee, ein mittleres Gewächshaus mit einem Biomeiler aus Pferdemist zu beheizen, geboren war, haben wir zunächst alle im Internet verfügbaren Informationen gesammelt. Diese stimmten allerdings dahingehend überein, dass es mit Pferdemist - im Gegensatz zu Hackschnitzel - nicht funktionieren soll. Uns war nicht verständlich, warum nicht. Der vorhandene Misthaufen wurde nachweisbar angenehm warm. Also starteten wir den ersten Versuch.

Heizspirale

Wir begannen einen runden Meiler zu bauen. Die Außenhaut besteht aus Baustahlmatten, mit Maschendraht bespannt. Der Mist wurde zunächst in einer dicken, festgetretenen Schicht auf einer Plane aufgebracht. Darauf eine Baustahlmatte, auf der ein Schlauch (Fußbodenheizung) spiralförmig montiert war. Das wurde viermal wiederholt. Zwischen den Mist kam noch Holzkohle, um den entstehenden Kompost zu verbessern, und viel Wasser. Genau so, wie es in den Beschreibungen der Meiler aus Hackschnitzeln nachzulesen war. Die Schläuche wurden verbunden und über eine Steuerung an eine kleine Heizungspumpe angeschlossen.

Gewächshaus

Bereits nach einer Woche lag die Temperatur des Meilers bei beständigen und befriedigenden 40 - 42 Grad. Im Gewächshaus wurde es damit angenehm warm. Diese Temperatur sollte ausreichen, um das Gewächshaus vor Bodenfrost und vielleicht auch vor Dauerfrost im einstelligen Bereich zu schützen.

Leider hielt der Meiler die Temperatur nur einen Monat lang. Dann fiel sie binnen weniger Tage bis auf 20 Grad ab. Damit war natürlich keine Heizleistung mehr zu erzielen. Als mögliche Ursache kommen in Frage: zu viel Wasser, oder die schlichte Tatsache, dass Pferdemist sehr schnell aber nicht lange heizt. Messungen an einem frischen Misthaufen lassen beides für wahrscheinlich erscheinen.

Pumpe

Für das nächste Jahr ist ein zweiter Versuch geplant. Um eine konstante Heizleistung zu erzielen, denken wir über einen dreigeteilten Meiler nach. Einen Teil, der bereits abkühlt, einen der heizt und einen, der neu aufgeschichtet wird. Die technische Umsetzung ist noch nicht zu Ende durchdacht. Jeder Teil müsste separat ein- und ausschaltbar sein. Wegen der Örtlichkeiten müsste der zweite Meiler an einer anderen Stelle des Grundstücks stehen, was entweder eine lange, frostsicherer Leitung zum Gewächshaus oder die Umsetzung des Gewächshauses neben den Meiler bedeutet. Außerdem denken wir darüber nach, den Meiler abzudecken, damit wir Wasser gezielt und kontrolliert zuführen können.

Kontakt: biomeiler@westwerwaldimwandel.de

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