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Was ist Transition?

Angefangen hat alles 2006, als der irische Permakulturist Rob Hopkins und Studenten des "Kinsale Further Eduction College" in Irland die Bewegung "Transition Town" (Stadt im Wandel) ins Leben riefen. Mittlerweile haben viele Städte und Gemeinden der ganzen Welt mit der Gestaltung des Übergangs in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft begonnen. So entstand darüber hinaus international die "Transition Network.org".

Energiewende-Initiativen sind Zusammenschlüsse von Menschen, die sich ihrer Verantwortung gegenüber ihrer Umwelt sowie der zukünftigen Generation bewusst sind und daher in ihrem Lebensumfeld das Prinzip der Nachhaltigkeit verwirklichen möchten.

Ausgehend von der Beobachtung, dass weder die nationale, noch internationale Politik im entsprechendem Maß auf die Herausforderungen einer Klimaveränderung bzw. des in den kommenden Jahren bevorstehenden globalen Ölfördermaximums ("Peak Oil") reagiert, begannen die Kommunen von sich aus, mit ersten Gemeinschaftsprojekten auf eine Zukunft mit immer knapper werdenden Rohstoffen zu reagieren.

Hierzu gehören u. a. Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung von fossilen Energieträgern und der Stärkung der Regional- und Lokalwirtschaft. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die es insbesondere landwirtschaftlichen, aber auch gesellschaftlichen Systemen ermöglichen sollen, ähnlich effizient und resilient zu funktionieren wie natürliche ökosysteme.

Zu den offiziellen Transition Towns gehörten im Juli 2011 nach eigenen Angaben über 375 Gemeinden und Städte, vor allem in der industrialisierten westlichen Welt. Die größte Anzahl von Initiativen findet sich im Vereinigten Königreich von Großbritannien, da hier die Bewegung ihren Anfang nahm. Mit Ausnahme Afrikas gibt es jedoch auf jedem Kontinent mindestens eine lokale Initiative. Besondere Resonanz hat Transition Town in den USA, Kanada und Australien gefunden (Quelle Wikipedia).

Es besteht jedoch kein Anlass zu überstürztem Aktionismus. Wichtig ist es, sich Zeit zu nehmen, um sich der Herausforderungen der kommenden Jahre bewusst zu werden. Primär geht es darum, die Resilienz (Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit) unserer menschlichen Gemeinschaft zu stärken, so dass diese auf die kommenden Veränderungen (Vorhandensein fossiler Bodenschätze, weltweite klimatische Bedingungen) entsprechend reagieren kann. Energiewende-Modelle beschränken sich jedoch nicht nur darauf, über die Folgen von "Peak Oil" und Klimawandel aufzuklären, sondern sie vermitteln viel mehr auch die praktischen Fertigkeiten, die für ein Leben danach erforderlich sind.

Transition-Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz:
www.transition-initiativen.de/ - Information, Austausch, Vernetzung

Eine Übersichtskarte über die in Deutschland existierenden Initiativen finden Sie hier.

Filme:

"In Transition 1.0"
Englisch mit deutschen Untertiteln, ca. 50 Minuten

"In Transition 2.0"
Informationen zum Film

"Was bedeutet Peak Oil?"
ca. 9 Minuten

Transition Town Witzenhausen – eine Kleinstadt wappnet sich
ca. 19 Minuten

Literatur:

"Energiewende", das Handbuch von Rob Hobkins, dem Gründer der Transition Bewegung.

"Transition Initiative Leitfaden"
Version 1.4, PDF-Datei

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