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Gelebter Wandel im Alltag

Erfahrungen und Anregungen von Menschen aus der Initiative

Uns erreichen immer wieder praktische Beispiele davon, dass ein Bewusstwerden über unseren Umgang mit der Welt ganz von selbst zu Veränderungen führt - und da uns diese Beispiele ermutigen, wollen wir sie an euch weitergeben. Ihr seid herzlich eingeladen, uns auch eure Erfahrungen zu mailen, damit wir sie an dieser Stelle veröffentlichen können: info@westerwaldimwandel.de.

Bei der starken Hitze Ende Juli wurde das Wasser ganz schön knapp. Da habe ich mich gefreut, noch einen alten 3-Meter-tiefen Brunnen auf meinem Grundstück zu haben, den ich dann angezapft habe. Das wunderbar klare und kühle Nass hat meinen Garten und auch zwei von meinen Nachbargärten, in denen es nur noch leere Regentonnen gab, vor dem Verdursten gerettet. (Giesala)

Seit Sommer 2012 bewirtschafte ich mit einer jungen Nachbarfamilie einen Garten in der Nachbarschaft. Die Besitzerin war vor 3 Jahren verstorben und die Erben wollten ursprünglich den Garten einsäen. Neben 6 verschiedenen Kartoffelsorten von Bioland haben wir noch ca. 20 Mais-Pflanzen (Bantam) gesetzt, die ganz prima gewachsen sind. Gedüngt haben wir mit Hühnerkompost, Hornspänen und Pflanzenjauche. Die ersten Kartoffeln konnten wir bereits ernten. (Edeltraud)

Seit diesem Jahr tausche ich mit meiner Nachbarin Gemüse aus meinem Garten gegen Eier von ihren Hühnern. (Monika)

Ich habe meinem Nachbarn letztes Jahr zum Geburtstag u.a. ein paar selbstgezogene Gemüsepflänzchen geschenkt. Er hat Spaß bekommen am Säen und Pflanzen und überlegt jetzt nächstes Jahr ein Gewächshaus zu bauen. (Jannik)

Im Bekanntenkreis tauschen wir selbst gemachte Marmeladen, Gemüse etc. (Manfred)

Durch das Aufstellen von drei 500-Liter-Tonnen mit Wasser habe ich im letzen Winter mein Gewächshaus frostfrei halten können. Im Frühjahr war eine deutliche Ernteverfrühung festzustellen. (Regina)

Unsere gartenstühle fangen bedenklich an zu wackeln. Noch vor ein paar Jahren haben wir sie weggeworfen. Heute versuchen wir sie zu reparieren. (Thomas)

Wenn ich bade, lasse ich das Wasser in der Wanne stehen, so kann die Wärme, gerade im Winter, das Haus heizen und nicht die Kanalisation. Außerdem nutze ich das Wasser für die Klospülung - das hat sich bei der Wasserrechnung bereits bemerkbar gemacht. (Silke)

Wir haben schon im Winter angefangen gebrauchte Schälchen und Becher zu sammeln, um darin im Frühjahr Pflänzchen vorzuziehen. (Marianne)

Nachdem ich in arte einen Film über die negativen Folgen der Aluminiumherstellung gesehen habe, kaufe ich keine Produkte mehr, in denen es enthalten ist, z.B. Deodorants. (Regina)

In meinem Nebengebäude habe ich ein Kompostklo eingerichtet. (Agnes)

In unserer Gemeinschaft EIN NEUES WIR in Hangenmeilingen sind wir begeistert darüber, wie gut es unseren Kindern und auch uns selbst tut, uns in der Betreuung der Kinder gegenseitig zu unterstützen. (Micha)

Beim Bauen sind bei uns viele Säcke für Baumaterial angefallen. Wir haben sie nun verwendet um Kartoffeln hinein zu pflanzen und flexible Hochbeete anzulegen. (Erhard)

geflochtenes Beet 1Ich habe, weil ich nicht so viele sonnige Plätze im Garten habe und die Erde teil­weise sehr schlecht ist, mitten auf unserer Wiese ein rundes Hochbeet gebaut. Unsere Nachbarn waren so angetan von der Idee, dass sie uns Platz für ein gemein­sames Hochbeet in ihrem Garten angeboten haben. geflochtenes Beet 2Beide Beete sind, abgesehen von ein paar Drähten, die vom Zaunbau übrig waren, völlig aus Astmaterial, das in den beiden Gärten angefallen ist, gebaut. Das runde Beet ist geflochten, in das Viereckige sind die Äste zwischen zwei Pfostenreihen einfach nur reingelegt.
Das war nicht viel Arbeit und hat nix gekostet und außerdem die Ast- und Laubhaufen entsorgt, die sich überall angesammelt hatten. Alles wächst super und mein Gartenfrust hat sich in Gartenlust verwandelt. Auch ein Wandel! (Lilo)

Ich freue mich über den beginnenden Tausch an Obst und Gemüse mit anderen Gärtnerinnen aus der Initiative... (Simone)

Wir sammeln leere Eierkartons und geben sie an den Dorfladen im Ort weiter, der Eier aus der Region verkauft. (Marianne)

Gebrauchte Konsumgüter geben wir ab an die Neue Arbeit in Westerburg, ans Lila-Lädchen (Frauenzentrum Beginenhof in Westerburg), bzw. wir verschenken oder tauschen sie im Bekanntenkreis. (Manfred)

Eifrig das reiche Angebot an Holunderblüten in Gelee und Sirup verwandelt; wühlmaussichere Hochbeetanlage in Betrieb genommen; Ausprobieren von vielen Sorten Bohnen, Erbsen, Kohl, Melonen, Gurken, Kartoffeln, Amaranth, Beeren...., welche im Westerwald besonders gut klar kommen. (Simone)

Unser ganzer Stolz ist unser neu angeschaffter Kaminofen mit Backfach, das wir vor allem zum Auftauen und Erwärmen von Speisen nutzen. Außerdem dient uns der Ofen als Trockner für kleine Wäschestücke, und ein Teil der Holzasche kann für den Garten genutzt werden. (Manfred)

Über den Sommer brauche ich dank Garten kein Gemüse mehr kaufen, und unsere Wiesen und Blumenbeete liefern hervorragende Salate! (Simone)

Seit wir Plastic Planet gesehen haben, gibt es beim Einkaufen ein neues Kriterium: Inwieweit kann ich vermeiden, dass wegen mir neues Plastik in die Welt kommt? Als mein alter Rucksack kaputt war, wurde mir klar, dass die Dinger komplett aus Plastik sind. Ein lederner wäre eine völlig andere Preiskategorie - den gab es aber auch nicht in der Form, die ich wollte. Schließlich habe ich mir einen aus recycleten PET-Flaschen zugelegt. (Thomas)

2013 haben wir unser erstes "richtiges" Gemüsebeet im Garten agelegt und dafür bereits im Herbst 2012 ein bisheriges Rasenstück mit Pappe und Steinen ausgelegt, um den Graswuchs zu unterdrücken. (Marianne)

Wir essen immer mehr Wildgemüse und Obst, welches aus den umliegenden Wiesen kommt, und es macht Spaß es zu sammeln, zu trocknen und einen Vorrat anzulegen. (Regina)

Ich habe das erste Mal Putzmittel aus dem Bioladen besorgt - und bin begeistert von dem Orangen-Konzentrat! (Agnes)

In der Gemeinschaft EIN NEUES WIR in Hangenmeilingen sind wir engagierte Car-sharer und nutzen unsere Autos gemeinsam auf eine Weise, die ökologisch und ökonomisch möglichst viel Sinn macht. (Micha)

Zusammen mit zwei anderen Nachbarn nutzen wir seit Sommer 2012 ein kleines Gewächshaus auf dem Nachbar­grund­stück und versuchen uns dort als Gemüsebauern. (Marianne)

Mein Nachbar ist krank, er bedauert, seinen Garten nicht mehr in vollem Umfang bearbeiten zu können. Er will ein Stück mit Rasen einsähen. Ich überzeuge ihn davon, dass er das Stück für mich frei lassen kann, damit ich nächstes Jahr Kartoffeln darauf anbauen kann. Danach hat er statt Rasen Senf gesät, um den Boden zu verbessern, und mir hat er vorgeschlagen, ein Gartentürchen in unseren Trennzaun einzubauen, damit ich leichter zu ihm rüberkomme. Rührend! (Gisela)

Unser Gartenstück in Hanglage hat in 2012 eine Natursteintreppe erhalten, errichtet mit Basaltsteinen, die jemand bei uns im Dorf wegen Umgestaltung seines Grundstücks kostenlos abzugeben hatte. (Manfred)

In diesem und letztem Jahr habe ich keine Marmeladen gekauft, sondern nur selbst eingekochte auf dem Tisch gehabt. (Simone)

Ich schaue beim Einkaufen immer genauer hin, wo die Dinge herkommen, was drin ist und wie sie verpackt sind. Und finde oft eine Alternative, die ein paar Tausend Kilometer Transportwege oder eine Plastikverpackung spart oder z.B. kein Palmfett enthält. (Thomas)

Ich habe Waschnüsse gekauft und verwende ca. bei jedem zweiten Mal Wollwäsche statt Waschpulver nun die Waschnüsse. (Regina)

Wir haben uns eine schöne Regentonne (Amphore) mit Anschluss ans Fallrohr der Regenrinne und 500 l Fassungs­vermögen angeschafft, mit der wir nun die Bewässerung unseres Gartens und der vielen Kübel- und Topfpflanzen problemlos bewerkstelligen können. (Manfred)

Wir halten seit ein paar Monaten 8 Hennen und versorgen mit den Eiern uns und einige Nachbarn. (Simone)

Wir haben eine völlig ineffektive Ölheizung rausgeworfen und nun einen Pelletkessel. Und in Kürze kommt noch eine Solaranlage hinzu! (Armin)

Ich habe meinen Garten von 30qm auf 60m vergrößert, bin also der Selbstversorgung schon etwas näher gerückt. (Regina)

Wir haben einen Eimer ins Spülbecken gestellt, in dem wir Wasser sammeln, welches sonst im Abfluss gelandet wäre. Damit gießen wir unser Gewächshaus oder die Zimmerblumen. (Thomas)

Ich habe einen hohen Birnbaum mit schönen Früchten, die zu schade sind, um als Fallobst zu enden, habe aber keinen Pflücker. Meine Nachbarin hat einen tollen langen Teleskop- Apfelpflücker und findet es schade, dass sie keine Birnen hat. Nachdem wir uns ausgetauscht haben, sind meine Birnen schnell geerntet, meine Nachbarin hat einen Korb voller saftiger Früchte und wir sind beide glücklich! (Gisela)

Wir wandeln unseren früheren Ziergarten nach und nach in einen "essbaren" Garten um: Kräuter, Blumen, Gemüse. (Marianne)

Ich mache nicht mehr grundsätzlich den Fernseher aus, wenn Nachrichten oder Reportagen über Umweltzerstörungen kommen. Ich schaue so etwas jetzt manchmal mit Freunden an - auch wenn es schrecklich traurig ist, tut es gut, dabei zusammen zu sein. Und wir bekommen auch wieder Mut, etwas in unserem eigenen Umfeld zu unternehmen. (Anna)

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