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Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)

Vom Seminar über Solidarische Landwirtschaft in Heidelberg kamen wir in mehrfacher Hinsicht tief beeindruckt zurück. Es ist uns mit neuer Deutlichkeit klar geworden, welch zentrale Rolle die bäuerliche Landwirtschaft für unser gesellschaftliches Leben spielt - nicht nur zur Versorgung mit gesunder Nahrung, sondern zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, Artenvielfalt und Landschaft, Pflege der Kultur, als Arbeits- und Lernort, ... - und wie existentiell bedroht sie in dieser Rolle ist. Täglich geben kleine und mittlere Bauern ihre Höfe auf, das Land wird übernommen von industriellen Landwirtschaftsbetrieben, deren riesige künstlich gedüngte und gespritzte Monokulturen mittlerweile eine viel größere Bedrohung für Artenvielfalt und lebensfähige Ökosysteme sind als die Industrieproduktion der Städte.

Gleichzeitig haben wir junge Menschen kennengelernt, die sich nach landwirtschaftlicher Ausbildung und Studium mit mitreißendem Enthusiasmus und Energie aufmachen um auf einem Hof die biologische Landwirtschaft zu betreiben, von deren Sinn und Wichtigkeit sie überzeugt sind - im vollen Bewusstsein, dass Arbeit rund um die Uhr und ein Einkommen an der Armutsgrenze dabei auf sie warten. Die Grundlage, dass diese Höfe überleben können, bietet das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft.

Dabei schließen sich in einer Region Verbraucher mit Erzeugern (typischerweise ökologischer) Lebensmittel zu einer Wirtschaftsgemeinschaft zusammen. Die Mitglieder übernehmen Verantwortung für die Nahrungsmittelerzeugung auf dem Hof und sorgen mit verbindlichen regelmäßigen Beiträgen für Planungssicherheit für den Bauern. Sie bekommen dafür wöchentlich frische Lebensmittel aus der Region, deren Erzeugung sie mit verfolgen und beeinflussen können. Angesichts des massiven Strukturwandels in der Landwirtschaft wächst das Interesse an diesem Konzept überall, in Deutschland ist die Zahl der SoLaWi-Gemeinschaften in den letzten zehn Jahren von 4 auf fast 40 angewachsen.

Ein praktisches Beispiel dazu können Sie sich in dem mitreißenden Film "Die Strategie der krummen Gurken" über die GartenCoop Freiburg auf www.cinerebelde.org anschauen.

Nachfolgend haben wir die vorhandenen Ansätze bzw. Möglichkeiten der Versorgung mit biologischen Lebensmitteln (hauptsächlich Gemüse) im Westerwald zusammengetragen (Stand Juni 2015):

Die Karte der Region zeigt eine Übersicht über die von uns zusammengetragenen Informationen, in die wir auch die vorhandenen Bioläden aufgenommen haben. Die Angaben sind ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit. Die unterschiedlichen Farben der Bio-Gemüse-Anbau-Betriebe bedeuten:

Über Korrekturen oder Ergänzungen freuen wir uns!

Kontakt: regionalesgemuese@westerwaldimwandel.de

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