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Aktivitäten in letzter Zeit

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Riesenmöhren und lachende Sonnenblumen - Erfolgsstory der Kartoffelgruppe
Nov 2015, Ingelbach

ErntetagÜber unseren Feldgarten in Ingelbach kann ich für dieses Jahr mit stolz geschwellter Brust von einigen Erfolgen berichten.

Die Zusammenarbeit der 17 Personen, die zur Zeit beteilig sind, war wirklich gut. Ob beim Setzen, Säen, Käfersammeln und bei den vielen anderen Arbeiten, immer waren genug Leute zur Stelle. Jeder hat sich mit seinen Fähigkeiten da eingebracht wo er/sie gebraucht wurde, das hat echt prima funktioniert. Auch mit unserem Bauern läuft es gut.

Hier ein paar Stichworte zu unserem Erfolg:

1500 kg Kartoffen, über 100 Kohlköpfe, Zuccini in Massen, Riesenmöhren (Sorte Oxheller von Bingenheimer), Anbau von Golden Bantam Mais, riesige Dillstauden, große Auswahl an Gemüse: Bohnen, Mangold, Kürbis, Kohlrabi, Blumenkohl, alles Bio.

Die Rheinzeitung hat einen Artikel über uns veröffentlich und eine Vertreterin des Mainzer Ministeriums, Referat Nachhaltigkeit hat uns einen Besuch abgestattet.

FeldgartenAußerdem haben uns lachende Sonnenblumen und schöne Feste erfreut.

Klar, hier und da muss noch nachgebessert und verändert werden.

Für nächstes Jahr wird sich für jeden wieder die Frage stellen: "Wie schaffe ich es die Feldgartenarbeit mit dem restlichen Leben in Einklang zu bringen." Das ist eine große Herausforderung. Bis jetzt haben wir es zusammen geschafft. Mal schauen wie es nächstes Jahr klappen wird. Aber nicht vergessen: Geduld (mit sich selbst und den anderen), Zuversicht und Ausdauer sind der beste Dünger!

In diesem Sinne euch allen ein gutes Jahr 2016

Lilo

Die Gruppe hatte sich 2014 in Ingelbach gegründet, um gemeinsam mit einem Bauern einen Kartoffelacker zu bewirtschaften. Auf unserer Projektseite zur Gruppe finden Sie die Geschichte.

Freie Software Café
Jul 2015, Faulbach

"Ich würde gerne meinen älteren Rechner neu einrichten, einfach mit den Programmen, die ich brauche, ohne etwas neu kaufen zu müssen..." - solche oder ähnliche Überlegungen hören wir öfters. Einige von uns haben begonnen, sich nicht mehr um die immer wieder neu erforderlichen potenteren Computer und aktellen Lizenzen der angesagten Programme aus Seattle oder Kalifornien zu kümmern, sondern stattdessen auf die weltweite Gemeinschaft der Freien Software zu setzen, um unsere neuen oder älteren Laptops oder PCs zu betreiben.

OpenOffice oder LibreOffice erfüllen die meisten Bedürfnisse an Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation; Thunderbird ist ein solides und weit verbreitetes freies E-Mail-Programm; wer seinen Rechner unabhängig von Windows machen will, installiert ein Linux-Betriebssystem wie z.B. Debian, Ubuntu, openSUSE, ...

Ist das alles viel komplizierter als die gewohnte Windows-Umgebung? Nicht wirklich, die Installationen funktionieren heutzutage nicht weniger reibungslos. Die Fans der Freien Software sind sogar überzeugt, viele Probleme nicht mehr zu haben, die sie mit Windows-Rechnern hätten. Dennoch ist so ein Umstieg natürlich gewöhnungsbedürftig und es treten sicherlich auch neue Probleme auf: Kann ich all meine alten Dateien verwenden? Gibt es die nötigen speziellen Programme? Kann ich meinen Scanner mit allen Funktionen einbinden? Umfangreiche Foren und Dokumentationen im Internet helfen bei der Lösung, aber manch eine*r fühlt sich alleine damit überfordert.

Um uns gegenseitig über die Möglichkeiten Freier Software auszutauschen und bei ihrem Einsatz und auftretenden Problemen zu helfen, haben wir uns seit dem Juli 2015 mehrere Male im  Scheunencafé Faulbach bei Hadamar getroffen. Wer sich einfach informieren möchte, ist bei diesen Treffen ebenso willkommen wie jemand, der Unterstützung bei der Installation eines Betriebssystems oder dem Gebrauch eines Programms sucht - oder geben möchte. Kontakt: freiesoftware@westerwaldimwandel.de

Resumees der bisherigen Treffen: Juli 2015, August 2015, Oktober 2015

 

Gelebter Wandel - Freie Software

Freie Software (auch als Open Source Software bekannt), das ist Software, die frei genutzt, kopiert, verändert und studiert werden darf. Das heißt insbesondere, dass Nutzer*innen auch Zugriff auf den Quelltext haben müssen (daher der Name Open Source). Weltweit gibt es eine ständig wachsende Community, die sich der Freien Software verschrieben hat. Bekannte Beispiele für solche Software sind der Firefox Webbrowser, das Betriebssystem GNU/Linux oder die Office Suite LibreOffice.

Wurde die Entwicklung Freier Software in den achtziger Jahren noch von Einzelpersonen oder Gruppen wie der Free Software Foundation vorangetrieben, die aus ethischen Gründen handeln, haben mittlerweile viele Unternehmen die praktischen Vorzüge entdeckt.

Freie Software setzt auf Teilen und Zusammenarbeit anstelle von Abgrenzung und Konkurrenz. Der freie Zugriff und die meist dezentrale Entwicklung sorgen dafür, dass Nutzer*innen (und Entwickler*innen) nicht an eine Herstellerfirma gebunden sind. Und es spart Ressourcen, wenn hunderte oder tausende gemeinsam an einem Stück Software arbeiten. Initiativen wie Creative Commons oder die Open Access Bewegung übertragen diese Idee des freien Zugangs auf schöpferische Werke oder wissenschaftliche Publikationen. Freie Software bildet somit einen von vielen Bausteinen auf dem Weg in eine dezentrale, resiliente und menschliche Gesellschaft.

Weitere Infos: David von anarchistimww.wordpress.com

Wandelnder Stammtisch
Dez 2014

Am Anfang diesen Jahres entstand im Gespräch unter Transition-Begeisterten im Altenkirchener und im Westerburger Raum die Idee des "Wandelnden Stammtischs". Er soll allen im Wandel aktiven oder einfach an den Ideen der Transition-Bewegung interessierten die Gelegenheit geben sich zu treffen, kennen zu lernen, ins Gespräch zu kommen oder sich erst mal nur zu informieren.
Die Treffen sollten monatlich, örtlich wechselnd an öffentlichen Plätzen wie Cafés, Kneipen, Bürgerhäusern usw. stattfinden. Sie sollten von 1-2 Personen organisiert werden.

Und was ist daraus geworden?

Der erste von 5 Stammtischen fand am 20.3.2014 statt. Monatlich einen zu organisieren haben wir zeitlich nicht geschafft. Die 5 Stammtische waren zum großen Teil gut besucht und standen unter ganz unterschiedlichen Mottos.

Do., 20.3. in Altenkirchen:
Strukturen und Lösungen schaffen für ein Leben im Gleichgewicht

Do., 10.4. in Greifenstein-Holzhausen:
Zeitenwechsel - wohin? - "Sei Du selbst der Wandel, den Du in der Welt sehen willst!" (Gandhi)

Impressionen

Do., 22.5. in Borod:
Gespräche, Austausch und gemeinsames Grillen

So., 6.7. Hergenroth:
Zwangloses Zusammensein und Austausch von Informationen und Gedanken.

Sa., 15.11. Montabaur
Gemeinsam mit dem Tauschring Westerwald, Austauschen von Erfahrungen und Ideen, und zum Schenken oder zum Tauschen

Haben sie Interesse, an einem Stammtisch teilzunehmen, haben Sie Fragen dazu, oder auch Ideen, einen Stammtisch zu gestalten? Wir freuen uns über Rückmeldungen:
Kontakt: stammtisch@westerwaldimwandel.de

Kartoffelgruppe
Nov 2014, Ingelbach

Dieses Jahr gründete sich in Ingelbach eine Gruppe, um gemeinsam mit einem Bauern einen Kartoffelacker zu bewirtschaften.

Auf unserer Projektseite zur Gruppe finden dazu Sie ausführliche und interessante Informationen dazu.

Transition in Idstein - ein Brief aus der Nachbarschaft
Okt 2014

Liebe "Mitwandler und Mitwandlerinnen" im Westerwald,

wir, die Transition-Town-Gruppe Idstein, möchten uns gerne bei euch vorstellen. Unsere Gruppe wurde am 12.4.2014 in der Montessori-Schule in Idstein nach dem Film "Voices of Transition" von Nils Aguilar sowie einen berührenden Vortrag von Christopher Schäle aus der Transition-Gruppe Overath/Bergisch Gladbach gegründet. Die Naturheilpraktikerin Claudia Köller hatte den Abend initiiert.

Circa 10 Leute wollten sich auf den "Weg des Wandels" begeben und bei unserem 2. Treffen waren es bereits weit über 20 Menschen, die zugegen waren, da viele Nachbarn und Freunde mit eingeladen hatten. Bei einem 2. und 3. Filmvortrag im Kulturhaus Kreml in Zollhaus bei Limburg kamen weitere Interessenten auf uns zu.

Da viele von uns einen eigenen Garten haben, beschlossen wir als Gruppe, erstmal mit dem Thema "Permakultur" und insbesondere "natürliche Fruchtbarmachung des Bodens" anzufangen. Wir beschäftigten uns bei den folgenden Treffen mit Herstellung von Terra Preta, effektiven Mikroorganismen, Kompostierung, Pflanzenjauchen und fruchtbare Samengewinnung ohne Saatgutindustrie. Das Thema fand dann einen krönenden Abschluß in einer Saatgut- Pflanzen- Früchte der Erde- Börse, in der wir mit viel Spaß die Fülle und den Reichtum der Natur teilten. Zu dem Thema hatten wir die Presse eingeladen und wir traten das erste Mal in einem Zeitungsartikel als Transition Town Idstein in das Licht der Öffentlichkeit.

Gemeinsam mit dem Repaircafe Idstein, der Tafel Idstein und dem Weltladen hatten wir ein zweites Nachaußengehen anlässlich des hessischen Tages der Nachhaltigkeit am 17.9.2014 auf dem Idsteiner Wochenmarkt. Hier besuchten uns der Idsteiner Bürgermeister - und auch wieder die Presse.

Am Samstag den 11. Oktober veranstalten wir nun einen Tausch- und Verschenkmarkt in Taunusstein. Wir würden uns sehr freuen, den einen oder anderen "Westerwäldler" zu diesem Anlass begrüssen zu können - auch wenn der Ort nicht gleich um die Ecke von euch liegt.

Sehr gerne schnupper ich - Christel - in eurer reichen Westerwald-im Wandel-Homepage und habe mir dort schon viele Informationen und Inspirationen geholt. ... Auch mit Transition Town Niedernhausen (10 km von hier) und Transiton Town Wiesbaden sind wir bereits in Kontakt getreten.

Mit Klaus Wollner von TT Wiesbaden haben wir sogar erwogen, ein TT-Regionaltreffen der Gruppen Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, Darmstadt, Niedernhausen, Idstein und Westerwald im Wandel zu veranstalten. Was haltet ihr davon? Vielleicht im Frühjahr, wenn die Sonne wieder neue Kraft schenkt?

Im Oktober werde ich wieder mit zwei Freundinnen aus unserer Gruppe eine mehrtägige Wanderung durch euren schönen Westerwald machen. Das Wissen, dass es auch dort wandelengagierte Menschen gibt, wird mich sicherlich noch mehr Verbundenheit mit eurer schönen Heimat fühlen lassen...

Herzlichst von Christel Claassen-Hartmann & auch mit herzlichen Grüßen von Claudia Köller, Transition Town Idstein

Regionale Gemüseversorgung / Solidarische Landwirtschaft
Sa, 10.5.2014

Die Initiative Westerwald im Wandel hatte am 18. März 2014 zu einer Film-Vorführung mit anschließender Diskussion in die Aula der Berufsbildenden Schule Westerburg eingeladen. Gegen 19:00 Uhr kamen etwa 50 interessierte Westerwälder - angelockt durch Zeitungsberichte Rundbrief und Infos auf der Homepage - zusammen, um sich über die Möglichkeiten der Versorgung mit regionalem Bio-Gemüse zu informieren und neue Möglichkeiten zu diskutieren.

Veranstaltung

Mitglieder der Initiative hatten sich viel Mühe gemacht und Tische mit Blumenschmuck, Getränken und Knabbereien bestückt, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. Die Veranstaltung begann mit einer Vorführung der Filmdokumentation "Die Strategie der krummen Gurken", welche lebhafte Einblicke in ein Projekt der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) in der Nähe von Freiburg bot.

Nach dem beeindruckenden Film folgte ein kurzer Vortrag des freien Journalisten und Lehrbeauftragten an der FH Köln Joachim Türk, der den Zuhörern knapp, aber erschreckend deutlich darlegte, in welche fatale Richtung sich unsere Landwirtschaft und die Nahrungsmittel- Industrie ungebremst bewegt. Stichworte wie Massentierhaltung, Überproduktion, Gen-Pflanzen und Maisanbau-Boom, Monokultur und fehlgeleitete Bio-Sprit-Produktion waren dabei nur einige Beispiele dieses Wahnsinns. Türk schilderte seine Recherchen, die ein unübersichtliches und kompliziertes Geflecht zwischen heutiger Agrar-Industrie, Politik, Handelsmächten, Investoren und blauäugiger, wenig kritischer Kundschaft offenlegten. Wer mehr dazu wissen will, kann dies auf www.oekonologie.de nachlesen.

Heftiges Raunen ging daraufhin durch den Saal und der Diskussionsleiter Thomas Lutz nutzte die Stimmung, um alle Anwesenden einzuladen in eine angeregte, konstruktive Diskussionen untereinander einzusteigen, wobei die Teilnehmer nach einer gewissen Zeit die Tische wechselten und somit an jedem Tisch einmal mitdiskutieren konnten. Pro Tisch wurde ein "Gastgeber" oder eine "Gastgeberin" bestimmt, der stichpunktartig Meinungen und Vorschläge notierte, um diese später der Allgemeinheit noch einmal kurz vortragen zu können.

Zuvor zeigte Manfred Schückel auf der Leinwand noch eine Landkarte der Region, auf der Erzeuger biologischer Lebensmittel und auch Hof- und Bioläden, die in einem Bereich von max. ca. 50 km um die Region Westerburg - Hachenburg - Altenkirchen existieren. Dabei wurde deutlich, dass es im näheren Umfeld dieses Bereichs fast keine Betriebe gibt, die Bio-Gemüse selbst anbauen. Offensichtlich ist das Klima in dieser Region nicht besonders für einen gewerbsmäßigen Anbau geeignet. Die meisten Betriebe sind in einem Umkreis von 30 - 50 km in klimatisch günstigeren Gegenden. Andererseits ist die Erreichbarkeit eines Bioladens - außer im Bereich Hachenburg - recht gut.

Da gibt es z.B. den Rossberger Hof bei Montabaur, der in diesem Jahr zusätzliches Biogemüse aus eigener Produktion anbieten kann, den Albertshof in Rennerod, der Bio-Gemüse-Abos und Bio-Fleisch anbietet, den Gärtnerhof Oberweyer und den Hof Kröll bei Neuwied, die beide auf eine Solidarische Landwirtschaft umstellen wollen und Interessierte suchen. Die Vertreter des Hofs Kröll hatten einen selbst hergestellten, sehr schmackhaften Bio-Käse mitgebracht und an interessierte Anwesende verteilt.

Notizen

Gegen 22 Uhr beendete Thomas Lutz die Veranstaltung und bedankte sich bei allen Aktiven und bei den Anwesenden für die vielfältigen Informationen und den regen Austausch von Meinungen und Vorschlägen. Ein ambitionierter Unterstützer - Micha Steinhauer von der Initiative "Ein neues Wir" - sorgte zum Schluss mit einem selbstkomponierten Lied für einen schönen Ausklang. Man tauschte noch Adressen oder schrieb sich in Listen ein, um sein Interesse an der Versorgung mit regionalem Bio-Gemüse zu bekräftigen und um Vorschläge und mögliche eigene Beiträge dazu festzuhalten: eine Mithilfe beim Bauern z.B. bei der Kartoffelernte, den regelmäßigen Transport von Gemüse zu einem Verteilpunkt, das Ausleihen eines Anhängers, den eigenen Anbau von Gemüse, einen vegetarischen Kochkurs oder auch einfach den regelmäßigen Bezug regionalen Biogemüses bei einem Laden in der Umgebung.

Aus den Notizen der Diskussionen an den Tischen ist ein breit gefächertes Spektrum von Ideen erkennbar. Teilweise sind unmittelbar konkrete Verabredungen entstanden wie die Gründung eines Gemeinschaftsgartens und die Mitarbeit bei einer SoLaWi. Bio-Gemüse-Abos und die erweiterte Versorgung der regionalen Läden durch Produzenten aus der Umgebung sind Ausgangspunkt vieler Überlegungen. Die Koordination von Angebot, Nachfrage und Transport könnte auch über ein Internetportal nach dem Modell der Mitfahrzentralen oder von foodsharing.de geregelt werden.

Informationen zur aktuellen Situation und Aktivitäten im Westerwald finden Sie auf unserer Projektseite zur Solidarischen Landwirtschaft.

Text: Gisela Geiger und Manfred Schückel

Energie-Stammtisch mit Repaircafé
Fr, 21.3.2014, Gemeindehaus, Willmenrod

Die Stimmung war prächtig am Freitag Abend im Willmenröder Gemeinderatssaal. Einige Technik-Bewanderte hatten ihre Werkzeugköfferchen mitgebracht, andere kamen mit defekten Geräten, die dann bei Saft und Bier und angeregter Unterhaltung untersucht wurden. Durchaus mit Erfolg: Es genügte, einige Kontakte wiederherzustellen, um einem Heizlüfter, einem Ladegerät, einem Messgerät und einer Taschenlampe zu neuem Leben zu verhelfen, ein Maximum-Minimum-Thermometer konnte seine mechanische Hemmung überwinden. Der geheimnisvolle Wasserverlust einer Espressomaschine wurde aufgeklärt - und zum Glück gibt es einen Ersatzteilservice, wo man einen neuen Schlauch für 6,17 Euro bestellen kann. Nur einem Dampfbügeleisen musste bescheinigt werden, dass das sein Lebensweg wohl zu Ende ist.

Im Erdgeschoß des Gemeindehauses können auch größere Gegenstände repariert werden - vielleicht wird ein Repair-Café im Sommer uns dazu die Möglichkeit bieten? Zwei Tage später hat übrigens das ZDF über den Trend zum Reparieren statt Wegwerfen berichtet - noch zu sehen in der Mediathek: Schrauben, fummeln, reparieren. Das wäre doch nicht schlecht, wenn so etwas auch bei uns zur ständigen Einrichtung werden könnte?

Saatgut-Tausch-Kisten
Mrz 2014

Saatgutkiste

Im November 2013 kam ein Hinweis auf die Seite www.freiessaatgut.de über unseren Verteiler - eine Inititiative, die sich als Gegenpol zu Monsanto & Co versteht: "Freier Zugang zu reinem Saatgut ist ein Menschenrecht!" Möglichst aus Recycling-Material sollen Kisten gebaut und öffentlich aufgestellt werden, in denen eigenes, biologisches Saatgut weitergegeben werden kann. "Nimm, gib, wie es gerade passt" steht über den Kisten.

Die Idee fanden wir so gut, dass spontan eine solche kleine Kiste entstanden ist, und inzwischen sind es bereits zwei. Diese befinden sich an wechselnden Standorten und werden auch zu unseren Treffen mitgenommen. Wer Saatgut übrig hat, kann dies einfach in die Kiste tun oder gegen anderes tauschen. Und auch wer selbst kein Saatgut übrig hat, kann sich gerne gegen eine kleine Spende aus der Kiste bedienen.

Den aktuellen Standort der Kisten finden Sie unter www.freiessaatgut.de/standort

Treffen der Garten-Gruppe mit Saatguttauschbörse
Sa, 8.2.2014, Willmenrod, Gemeindehaus

Die Gartengruppe der Initiative hatte zu einer Tauschbörse für Saatgut ins Gemeindehaus in Willmenrod eingeladen. Ab 15:00 Uhr trafen sich dort etwa 25 naturliebende Westerwälder - angelockt durch Zeitungsberichte und Infos auf der Homepage - im Gemeindesaal zum regen Austausch von Gemüse- und Blumensämereien. Mitglieder der Initiative hatten dafür nicht nur reichhaltiges Saatgut-Material, sondern auch jede Menge Leckereien für ein buntes Kuchenbüffet organisiert.

Samentauschboxen

Erstmals kam die von Simone Brietzke kreierte und schon sehr üppig bestückte Samen-Tauschbox zum Einsatz. Mitgebrachtes Saatgut wanderte dort gut portioniert hinein- und anderes wurde dafür herausgenommen oder gegen eine kleine Spende erworben. Zusätzlich stellte Simone noch allen Interessierten ihre üppige Sämereien-Sammlung aus selbstgezogenen Kräutern, Gemüse-, Salat- und Blühpflanzen zur Verfügung, die sie in ihrem ambitionierten Selbstversorger-Projekt auf dem großen Gartengelände der Untermühle in Willmenrod im letzten Jahr gewonnen hat.

Es war schön, zu erleben, dass jeder etwas mitgebrachte, ob es nun ein guter Anbau-Tipp oder gar eine große Kiste voll mit "Bienenfutter"-Samen (Phacelia) zur Gründüngung war!

Bufett

Bei einer Tasse Kaffee oder Tee kamen sich die Menschen rasch näher, teilten offen und gut gelaunt die Leidenschaft für Natur, Garten und Tiere. Man tauschte Geschichten und Erfahrungen aus, suchte klärende Antworten bei erfahrenen Gartenpraktikern und informierte sich über Möglichkeiten zur Tierhaltung im eigenen Garten, z.B. von Hühnern oder Enten. Es gab auch einiges Gelächter an den Tischen, da die kuriosesten Erfahrungsberichte zum Besten gegeben wurden, einschließlich einiger Anekdoten über wunderliche Nachbarn mit eigenartigen Ansichten zur Hunde- oder Katzenhaltung.

Samentauschbörse

Ob Gemüse- oder Kräutergarten, ob Rosenzucht oder Nordmanntannen-Pflanzung, viele Themen wurden besprochen. Eine Teilnehmerin berichtete lebhaft von ihrem Projekt mit Kompostmeilern, die zur Energie-Gewinnung eingesetzt werden und bspw. ein Gewächshaus beheizen sollen. Eine spannende Sache, von der man sicherlich zukünftig noch mehr hören wird, bei der es aber noch einiges auszuprobieren gilt!

Und wie immer, wenn es spannend und interessant ist, ging der Nachmittag viel zu schnell vorüber. Man tauschte Adressen aus oder schrieb sich in die Liste der Empfänger des Initiative-Rundbriefes ein.

Die Initiatoren dieser Veranstaltung freuen sich, wenn sie durch diese Veranstaltung wieder dazu beigetragen haben, den ambitionierten Gedanken der Initiative "Westerwald im Wandel" weiter im Westerwald und darüber hinaus zu verbreiten.

Text: Gisela Geiger

Hochbeet-Bau und Heukartoffeln
Okt 2013, Untermühle, Willmenrod

Hochbeetbau

Im letzten Jahr hatten in der Untermühle die Wühlmäuse Kartoffeln, Lauch, Kohlrabi und alles Mögliche massakriert, deshalb mussten geschützte Hochbeete her. Die Konstruktion aus Lärchenbrettern und Winkeleisen schien zunächst eher kompliziert, aber dann fand sich eine einfache Lösung - ausführlich dokumentiert mit Maßen, Kosten, Literatur und Bildern.

Nachdem die Beete konstruiert und mit Lehmerde gefüllt waren, eine Schicht Kompost darauf, wurden die Kartoffeln in Reihe aufgelegt und mit Heu gedeckt. Auch dies, wie die spannende Phase der Pflege im Sommer und das überwältigende Ergebnis im Oktober könnt ihr ausführlich bebildert nachlesen.

Anleitung Bau von Hochbeeten
Anleitung Heukartoffeln im Hochbeet

Backesdörferfest
So, 29.9.2013, Westerwaldkreis

Backesdörferfest 2013

Am 29. September beteiligten sich viele Dörfer rund um Westerburg am sogenannten Backesdörferfest. Zum ersten Mal war auch Willmenrod mit Ständen auf dem Vorplatz der Kirche von Willmenrod dabei - inklusive unserer Initiative mit ihren aktuellen Projekten.

Da die Kirchengemeinde an jenem Sonntag auch ihr Erntedankfest feierte, bot es sich an, den Schwerpunkt auf unsere gärtnerischen Themen zu legen. So steuerten die Gartengruppe und andere Gärtner der Initiative eine bunte Palette an Kartoffeln, Bohnen, Gemüse und Obst bei, die zeigten, was man so alles für die Selbstversorgung im Westerwald anbauen kann. Zudem konnten wir unser neues Bio-Gemüse-Abo, das die Arbeitsgruppe "Solidarische Landwirtschaft" gerade mit dem Bioland-Gärtnerbetrieb von Lennart Kaminske aus Oberweyer bei Hadamar aufbaut, erstmals öffentlich präsentieren.

Zusätzlich zeigen wir im Gemeindehaus den Film "Die Strategie der krummen Gurken", der ein solidarisches Landwirtschaftsprojekt in Freiburg vorstellt. Die Besucher unseres Standes waren sehr interessiert und wir konnten viele anregende Gespräche führen; die ersten Interessenten trugen sich schon für das Gemüse-Abo ein.

Lesen Sie dazu auch den Artikel aus der Westerwälder Zeitung vom Mo, den 30.09.2013!

Bericht vom Transition-Netzwerktreffen 2013
Fr-So, 27.-29.9.2013, Ökodorf Schloss Tempelhof bei Crailsheim

Immer wieder erinnere ich mich an mein Versprechen, einen Beitrag über das Netzwerktreffen der Transition-Initiativen im September 2013 auf Schloß Tempelhof zu schreiben. Ich möchte das heute erfüllen und in dem Wort erfüllen liegt das Wort Fülle. Diese Wort beschreibt das, was mein Gefühl am Ende des Treffens war: Es war Fülle. Der Veranstaltungsort. Die Organisation. Die Menschen. Die Beiträge.

Der Ort:

Schloß Tempelhof

Schloß Tempelhof ist eine lebendige Gemeinschaft von etwa 70 Erwachsenen und 30 Kindern jeglichen Alters, die seit 3 Jahren dort eine Gemeinschaft aufbauen, die auf vielerlei Art beeindruckend ist.
Alles aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Berichts sprengen. Geht bitte auf die Webseite von den Tempelhofern und schaut selbst. Noch besser: fahrt hin. Entweder als HelferIn oder als SeminarteinehmerIn.
Einen schönen Film über Schloß Tempelhof zeigte der SWR. Hier ist der Link (ca. 29 Min. Dauer)

Die Organisation:

Wer schon einmal ein kleines, bescheidenes Ereignis wie einen Filmabend in einer TT-Gruppe oder einen Vortrag mit einer bekannteren Persönlichkeit organisiert hat, wird ermessen können, was es heißt, 60 Menschen an einen Ort zu bringen, dort unterzubringen und zu verköstigen. Die Tempelhofer stellten Ihre große Turnhalle als Versammlungsort und ihr Seminarhaus mit angeschlossener Seminarküche zur Verfügung (tolles vegetarisches Essen).

Die Organisation wurde von einigen Transition-Aktiven thematisch und organisatorisch vorbereitet und da das Netzwerktreffen ohne größere Störungen ablief, kann ich sagen, das war super vorbereit. Was im Hintergrund lief, war so geräuschlos, dass es den Anschein hatte, als ob alles im Fluss war.
Ein Moderator, der dies als Beruf ausübt und auf Schloß Tempelhof lebt, begleitete uns in den zwei Tagen des Treffens, steuerte, machte Vorschläge und unterstützte uns großartig in unseren Prozessen: Thomas. Zum Niederknien gut.

Die Menschen:

Am Sonntag gab es einen Moment, an dem ich dachte, all diesen Menschen kann ich bedingungslos vertrauen. Ich kannte kaum 5 Leute, als ich nach Crailsheim fuhr....
Nach 2 Tagen intensiver Beratungen, Open Space, Gesprächen, Feiern fühlte ich mich mit allen intensiv verbunden. DAS war also Transition. Ich dachte, hier sind so viele Talente vertreten, so viel Energie, Transition in all seinen Facetten zu leben und sich einzubringen, dass es mich tief berührte.

Die Beiträge:

Arbeitsrunde

Es gab vorbereitete Beiträge zu einer möglichen zukünftigen deutschsprachigen Struktur von allen Transition-Initiativen. Wie könnte so eine Struktur, unter der sich alle wiederfinden, aussehen? Wie sollen Entscheidungen gefällt werden? Wer trifft Sie? Sollen wir die Prinzipien der Transition.Org übernehmen? Was ist mit grundlegenden Aussagen, was Transition ist, wer sich Transition nennen darf, soll es eine Zertifizierung von Gruppen geben? Wie könnte eine Präambel, eine Charta aussehen? Wie wird Transition im Thema Forschung wahrgenommen? Welche Beiträge können Gruppen zur Gestaltung von Politik beitragen? Mit wem sollen sich Transition-Gruppen zusammentun, wer verfolgt ähnliche Ziele? Zu allen diesen Themen gab es Arbeitsgruppen, die sich in intensiven Diskussionen dieser Themen annahmen und Vorschläge sammelten, sortierten und Essenzielles dem Plenum vorstellten. Es wurde klar, dass nicht alles auf diesem Netzwerktreffen besprochen und entschieden werden kann und so wurde der Vorschlag, Arbeitsgruppen zu bilden und Themen weiterzuentwickeln und Ergebnisse der großen Communitiy zur Verfügung zu stellen, einstimmig begrüßt und umgesetzt.

Es gibt seitdem Arbeitsgruppen für folgende Bereiche: Forschung, Charta, Struktur, Verein, Website, Fundraising und Partner, Webseiten-Redaktion und die sogenannte Übergangs-AG.
In den Arbeitsgruppen stellten sich im Plenum Menschen vor, die von allen Anwesenden einstimmig gewählt wurden. Jede Arbeitsgruppe agiert autonom und ist doch thematisch mit allen anderen verbunden. Die Übergangs-AG entstand aus dem Wunsch von Gerd Wessling, bei vielen administrativen und inhaltlichen Arbeiten von tatkräftiger Hilfe unterstützt zu werden.
Die Übergangs-AG heißt deswegen so, weil sie den Übergang zwischen dem jetzigen, nicht überregional organisierten Zustand der Transition-Initiativen in eine zukünftige Struktur, die weniger stark personengebunden ist, begleiten soll.
Darüber denkt die Struktur-AG nach. Ein Ergebnis dieser Bemühungen ist die Idee, einen Transition-Verein zu gründen, der für alle Initiativen und Gruppen eine Informationsquelle, Unterstützung bei Anfragen und Transition-Trainings sein soll. Am Sonntag gab es Open-Spaces zu Themen wie Vernetzung mit anderen Organisationen, zur Psychologie des Wandels, zum Leben in Gemeinschaft, zu Herz-Seele-Aktivitäten.

Und dann war da noch Micha Steinhauer...

Er war es, der zwischendurch immer mal wieder unsere Körper mit Gesang und Bewegung zur Ruhe brachte. Obwohl... manchmal hallte das Gelächter aller durch die Turnhalle, wenn wir versuchten, mit seinen Bewegungsspielen Schritt zu halten.

Samstagabends gab es die traditionelle Disco der Tempelhofer, an die sich eine ziemlich freie Performance einiger spontaner Djs bis in den frühen Morgen anschloß.
Draussen brannte ein Feuer ... In einem Wort: Fantastisch!

Wie geht's weiter?

Die Teilnehmer

Das Plenum entschied, im Sommer/Herbst 2014 wieder ein Netzwerktreffen zu veranstalten. Diesmal mit gut vorbereiten Anträgen und viel Zeit zum Austausch über unsere aktiven Projekte.
Was machen wir in unseren Initiativen?
Wie können wir voneinander lernen?
Was macht uns aus und stärkt uns?

Ich war angefüllt mit Ideen, Impulsen, menschlichen Begegnungen und fuhr mit dem Gefühl nach Hause, dass ich eigentlich mein Zuhause verlasse, jedoch mit dem sicheren Gefühl, Freunde gefunden zu haben, die ich hoffentlich bald wiedersehe.

Gerald Wurch

Urbanes Gärtnern in Höhn

Garten Höhn

In Höhn ist ein Gemeinschaftsgarten entstanden. Ein noch im vergangenen Jahr bewirtschafteter Bauerngarten sollte nach dem Willen des Eigentümers im Frühjahr eingesät werden. Wir erhielten die Erlaubnis des Eigentümers, mit gewillten Nachbarn auf der Fläche einen Gemeinschaftsgarten zu gründen.

Die Fotos sind vom Mai 2013. Inzwischen wurde schon erfolgreich geerntet. Der Garten kann gerne angeschaut werden.

Nähere Informationen: Karl Takes, Tel. 02661-4477

Treffen Alte Kulturtechniken: Spinnen
Sa, 3.12.2011, Willmenrod, Untermühle

Zu diesem Treffen hatten sich ca. 20 Interessierte eingefunden um gemeinsam zum Thema "Wolle spinnen" ihre Kenntnisse auszutauschen und neue Anregungen zu erfahren. Einige hatten ihre Spinnräder mitgebracht um gleich vor Ort das neu Erlernte praktisch umzusetzen.

Unser Treffen begannen wir mit einem gemeinsamen Mittagessen bei dem wir uns ganz zwanglos auch gleich näher kennen lernen konnten.

Schafwolle roh

Für die Gestaltung des theoretischen Teils hatten sich Gerda und Monika bereit erklärt und uns Wollknäule in Naturfarben umfangreiches Anschauungsmaterial mitgebracht. So erfuhren wir alles Wichtige über die verschiedenen Wollarten, ihre Beschaffenheit, die Vorzüge bzw. Nachteile der einzelnen Sorten, den Einkauf von Rohwolle (nur Rohwolle vom lebendigen Tier ist geeignet für das Spinnen), die Wollwäsche sowie die Aufbereitung der Wolle und das Färben mit Naturfarben.

Das Schöne an Naturfarben ist, dass man bedenkenlos alle Farben miteinander kombinieren kann und trotzdem immer eine natürliche Harmonie zwischen den gewählten Farbtönen entsteht.

Wollkämme

Um Rohwolle verspinnen zu können, muss sie in der Regel zuerst gekämmt bzw. kardiert werden. Man kann je nach Material auch aus der Wollflocke spinnen, was diejenigen, die ihr Spinnrad dabei hatten auch direkt ausprobieren konnten. Vor der Erfindung von Kardiermaschinen wurde Wolle mit sogenannten Handkarden bearbeitet. Eine sehr zeitaufwendige Methode, wenn man auf diese Weise eine größere Menge Wolle aufzubereiten hatte. Allerdings ist es bei dieser Bearbeitungsmethode möglich, tolle Farbeffekte einzuarbeiten. So kann man entweder mit den natürlichen Farbtönen der Rohschafwolle oder der gefärbten Rohwolle seinen ganz individuellen melierten Wollfaden kreieren.

Handspindel

Das Wollspinnen begann vor langer Zeit mit einer einfachen Astgabel. Später wurde diese durch die Handspindel und danach durch das Spinnrad abgelöst.
Um mit der Handspindel die Wolle zu verarbeiten, erfordert es einiges an Fingerfertigkeit, wie wir alle durch die praktische Vorführung sehen konnten. Später konnten wir diesen Arbeitsschritt selbst ausprobieren.

Mit einiger Übung und viel Geduld gelingt es dann, einen dünnen Faden (ähnlich der 4-fädigen Wolle) mit dem Spinnrad herzustellen.

Webstuhl

Im Anschluss an den theoretischen Teil begann eine rege Fachsimpelei, bei welcher viele praktische Tipps ausgetauscht werden konnten.

Alle Anwesenden waren sich daher einig: Dieses Treffen war ein toller Erfolg!

Wir bedanken uns bei Gerda und Monika noch einmal ganz herzlich für ihr großes Engagement und ihre Unterstützung.

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